Die Beitrage zur Angst vor Krankheiten sind auch als Video verfügbar.

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Selbsthilfe Forum Angst
PDF Ratgeber Angst vor Krankheiten überwinden
Angst vor Krankheiten Einleitung
Menschen, die Angst vor Krankheiten haben, geraten sehr leicht in einen Teufelskreis aus Sorgen, körperlichen Beschwerden und Angst, aus dem sie nur schwer wieder aussteigen können. Schauen wir uns an, was es damit auf sich hat.
Dieser Teufelskreis beginnt damit, dass sie ein Symptom, etwa ein Taubheitsgefühl, bei sich feststellen.
Dieses bewerten sie als Symptom einer lebensbedrohlichen Krankheit, etwa als Indiz für eine Multiple Sklerose. Die Folge: sie bekommen Angst.
Sie beobachten nun ihren Körper intensiver und nehmen weitere Veränderungen wahr, die durch ihre Angst hervorgerufen werden. Sie fühlen sich jetzt noch mehr bestätigt, an einer schlimmen Krankheit zu leiden.
Dadurch verstärkt sich ihre Angst immer mehr und mit ihr auch die körperlichen Beschwerden.
Nun malen sie sich vielleicht aus, was die befürchtete Krankheit bei ihnen anrichtet, wie sie qualvoll dahinsiechen und leiden.
Durch diese Vorstellungen steigert sich ihre Angst ins Unermessliche und die damit verbundenen körperlichen Symptome werden stärker.
Aus der anfänglichen Sorge, schwer erkranken zu können, ist in ihren Augen eine Gewissheit geworden.
Dieser Teufelskreis kann auch dadurch in Gang gesetzt werden, dass die Betroffenen zwar keine Symptome verspüren, sich aber vorstellen oder sorgen, krank zu sein oder es zu werden. Aufgrund der dadurch entstehenden Angst kommt es zu körperlichen Reaktionen, die zum Anlass genommen werden, sich verstärkt Sogen um die Gesundheit zu machen, was dazu führt, dass der Körper immer mehr verdächtige Symptome produziert.
Dieser Teufelskreis ist deshalb so tückisch, weil die Betroffenen durch ihre angst- und sorgenvollen Gedanken immer mehr körperliche Symptome produzieren, die in ihren Augen eine Bestätigung für ihre Sorgen sind.
Diesen Kreislauf stoppen kann man nur, indem man aufhört, sich durch seine Sorgen in Angst zu versetzen.
Aus der Angst heraus, krank zu werden oder bereits krank zu sein, entwickeln die Betroffenen Verhaltensweisen, die ihre Angst weiter verstärken. Es sind vor allem drei Verhaltensweisen: intensive Körperkontrolle, Rückversicherung bei anderen und Vermeidung. Schauen wir uns diese an.
Wir verstärken unsere Angst vor Krankheiten
- wenn wir uns ständig beobachten und dadurch jede kleine Veränderung, etwa ein Muskelzucken oder ein Herzstolpern wahrnehmen, die wir nicht wahrnehmen würden, wenn wir uns nicht so intensiv beobachten würden.
- wenn wir uns immer wieder mit den Symptomen befassen und alle verfügbaren medizinischen Informationen auswerten.
- wenn wir uns Filme anschauen und Berichte von anderen Betroffenen lesen.
- wenn wir nach Beweisen für eine Erkrankung suchen, statt nach Beweisen, dass wir gesund sind.
- wenn wir immer neue Ärzte konsultieren.
- wenn wir uns mit Angehörigen und Verwandten immer wieder über Krankheiten unterhalten.
- wenn wir uns immer wieder rückversichern "Ist es wirklich nicht gefährlich?"
- wenn wir uns immer wieder selbst untersuchen, unseren Blutdruck messen und den Puls fühlen.
- wenn wir körperliche Betätigung reduzieren und uns schonen. So ist unser Körper nicht mehr belastbar und reagiert schneller mit körperlichen Symptomen, unser Vertrauen in den Körper wird weiter geschwächt.
Schauen wir uns im nächsten Beitrag an, worauf die Krankheitsangst zurückgeführt wird.
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