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Angst vor Krankheiten - Teufelskreis der Angst - Verhaltensweisen, die die Angst vor Krankheiten verstärken

Ursachen der Krankheitsangst

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Ursachen der Angst vor Krankheiten

Es gibt mehrere Risikofaktoren für die Entstehung der Krankheitsangst.

Frühe Erfahrungen in der Kindheit

Wir lernen in der Kindheit, wie wir mit unserem Körper umgehen und ob wir ihm vertrauen können. Und wir lernen von unseren Eltern, wie wir mit Krankheiten umgehen. Wenn unsere Eltern selbst überängstlich in Bezug auf Krankheiten waren und übertrieben fürsorglich und sorgenvoll reagiert haben, dann halten wir uns als Erwachsene für krankheitsanfällig. D.h. wir haben weniger Vertrauen in unseren Körper und wir reagieren überängstlich auf Krankheitssymptome. Wir sehen uns eher als schwach und nicht belastbar an.

Dass wir eine Überängstlichkeit vor Krankheiten entwickelt haben, kann aber auch damit zu tun haben, dass wir selbst häufig als Kinder krank waren oder ein Elternteil sehr krank war oder früh verstorben ist. Vielleicht wurde auch mal in der Familie eine Fehldiagnose gestellt und wir haben so kein Vertrauen mehr in Ärzte. All diese Erfahrungen können in uns zu der Erkenntnis reifen: "Das Leben ist gefährlich. Man darf sich nie sicher sein. Man muss immer Angst haben, krank zu werden und zu sterben".

Veranlagung

Wir unterscheiden uns darin, wie empfindlich wir gegenüber Stress sind und wie schnell wir darauf mit körperlichen Veränderungen reagieren. Gehören wir zu den Menschen, die stressempfindlich sind, dann werden wir häufiger mit körperlichen Beschwerden konfrontiert, die wir als gefährlich bewerten können.

Fehlerhafte Einstellungen zu Krankheit und Gesundheit

Durch die Erfahrungen in unserem Leben sind wir vielleicht zu der Überzeugung gekommen, dass körperliche Beschwerden immer auf eine körperliche Ursache zurückzuführen sind. Wir ziehen die Schlussfolgerung: "Wenn ich mich körperlich schlecht fühle, muss dahinter eine Erkrankung stecken". Oder wir sind der Ansicht: "Schon kleinste Missempfindungen bedeuten, dass ich krank bin" oder umgekehrt "Gesundheit bedeutet, keinerlei Beschwerden zu haben".

Neben diesen Risikofaktoren geht man davon aus, dass Betroffene eine größere Empfindlichkeit für ihr inneres Warnsystem haben. Jeder Mensch hat ein internes Schutz- und Warn-System, das ihm wichtige körperliche Veränderungen meldet. Dieses Warnsystem ist bei Menschen mit einer Krankheitsangst gestört, sodass auch alltägliche Veränderungen gemeldet werden.

Wann sollte die Krankheitsangst behandelt werden?

Sie sollten therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen

- wenn die Krankheitsangst Sie Tag ein, Tag aus über Wochen und Monate hinweg quält und Sie an fast nichts anderes mehr denken können.

- wenn Sie diese Angst persönlich und beruflich so sehr einschränkt, dass Sie spürbare Nachteile und Beeinträchtigungen haben.

- wenn die Konflikte mit dem Umfeld, dem Partner und den Angehörigen immer größer werden.

- wenn diese Angst Sie persönlich so sehr seelisch belastet, dass Sie quasi krank vor Angst sind.

Die Behandlung der Angst vor Krankheiten

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