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Selbsthilfe Forum Angst
Doris Wolf
Keine Angst vor dem Erröten
144 S., EUR (D) 12,80
Warum errötet man und hat Angst davor?
Symptome, die man bei der Angst vorm Erröten verspürt
Wie entsteht die Angst vorm Erröten?
Psychologische, medikamentöse und operative Behandlung der Angst vorm Rotwerden
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Symptome und Aus-wirkungen der Angst vorm Erröten
Wie entwickelt sich die Angst vorm Erröten?
Die Angst vorm Erröten hat vielfältige Auswirkungen auf unser Denken und Fühlen, unsere Körperreaktionen und unser Verhalten.

Gefühle
Das am häufigsten erlebte Gefühl ist die ständige Angst vorm Rotwerden. Hinzukommen große Schamgefühle, Minderwertigkeitsgefühle sowie Ärger und Wut auf sich, dass man sich nicht im Griff hat.
Gedanken
Diese kreisen darum, dass wir nicht in Ordnung sind und andere dies am Erröten bemerken, unser Erröten peinlich ist und wir uns damit blamieren, andere uns wegen des Rotwerdens auslachen, ablehnen oder meiden, und dass andere am Erröten unseren Gefühlszustand ablesen können. Und wir verurteilen uns für unsere Angst und halten uns für einen Versager.
Körperliche Reaktionen
Erröten verbunden mit einem Hitzegefühl, Herzklopfen bis hin zu Herzrasen, Übelkeit, Atemnot, Durchfall, Muskelanspannung, Schweißausbrüche sowie ein, Engegefühl in der Brust und ein Kloß im Hals
Verhalten.
Da gibt es zum einen vieles, was wir vermeiden, um keine Angst mehr zu verspüren:
- Wir meiden Situationen, in denen wir erröten könnten.
- Wir meiden Aktivitäten, in denen wir im Mittelpunkt oder Zentrum der Aufmerksamkeit stehen oder flüchten aus Situationen, in denen wir erröten.
- Wir ziehen uns aus dem sozialen Leben zurück und tun uns schwer,
- eine Partnerschaft einzugehen.
- Wir gehen im Sommer nicht aus dem Haus oder nur abends, wenn es kühler ist und man uns nicht ansieht, wenn wir rot werden.
Und dann gibt es Verhaltensweisen, die wir uns ausdenken, um unsere Angst zu verringern:
- Wir beobachten uns ständig ängstlich und wollen unser Erröten kontrollieren.
- Wir trinken Alkohol und nehmen Beruhigungsmittel, um ruhiger zu werden.
- Wir bemühen uns, unser Erröten vor anderen zu verbergen, indem wir z.B. entsprechende Kleidung wie Rollkragenpullover tragen.
- Wir greifen andere an und werden zynisch, nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung.
- Wir legen dickes Make-up oder Camouflage auf, um die Röte zu verdecken.
- Wir nutzen Eisspray, um die aufsteigende Hitze zu stoppen und
- wir lassen uns im Sonnenstudio bräunen, damit man das Erröten weniger sieht.
Das Erröten selbst macht keine Angst. Die Angst vor dem Erröten entsteht erst durch unsere Bewertung. Erst wenn wir das Erröten als furchtbar, als Versagen oder als peinlich bewerten, bekommen wir Angst vor dem Erröten.
Eine Errötungsangst beginnt meist mit einem Erlebnis, das wir als sehr peinlich erlebt haben. Wir waren in einer Situation, in der wir rot wurden und in der sich andere vielleicht über uns lustig gemacht haben. Wir fühlten uns erniedrigt und gedemütigt. Vielleicht haben die anderen auch gar nicht negativ reagiert, wir haben jedoch das Erröten als so peinlich erlebt, dass wir uns in Grund und Boden geschämt haben und daraufhin eine große Angst entwickelt haben, uns nochmals so zu blamieren.
Je mehr Angst wir jedoch vor dem Erröten haben, umso häufiger erröten wir auch.
Die Angst vor dem Erröten ist quasi das Benzin, das wir in die Glut kippen und das die Flammen erst so richtig entfacht. Es entsteht ein Teufelskreis, eine Art Kettenreaktion, aus ängstlichen Gedanken und daraus resultierenden Stressreaktionen unseres Körpers.
Angelika erzählt:

Je mehr ich versuche nicht rot zu werden, je mehr Angst ich davor habe, umso intensiver und länger dauert solch eine Rot-Kack-Phase dann auch an. Es ist einfach ein scheiß Teufelskreis, aus dem ich nicht mehr rauskomme.
Je geringer unser Selbstwertgefühl ist und je wichtiger uns die Meinung anderer ist, je mehr Sorgen wir uns darum machen, was andere wohl über uns denken könnten, umso mehr Angst haben wir vor dem Rotwerden. D.h. je größer unsere Angst vor Ablehnung ist, umso mehr Angst haben wir auch, dass andere uns aufgrund des Errötens ablehnen und umso mehr Angst haben wir natürlich vor dem Erröten.
Auch die verständliche Neigung, uns ängstlich zu beobachten und unseren Körper nach ersten Anzeichen des Errötens abzusuchen, - um dieses zu verhindern - fördert die Neigung zum Erröten, da wir dadurch schnell eine Kettenreaktion aus Angstgedanken und körperlichen Reaktionen auslösen.
Psychologische, medikamentöse und operative Behandlung der Angst vorm Rotwerden
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