Klaustrophobie 1: Merkmale

Klaustrophobie ist eine Raumangst die Angst vor oder in geschlossenen oder engen Räumen. Informationen und Hilfestellungen zur Klaustrophobie.

Dieses Video informiert, was eine Klaustrophobie ist und in welchen Situationen eine Klaustrophobie häufig auftritt. Ein Patient berichtet über seine Angst vor geschlossenen Räumen.

In der Umgangssprache wird die Klaustrophobie oft als Platzangst bezeichnet. Dies ist jedoch nicht korrekt. Bei der Klaustrophobie handelt es sich um eine Raumangst, genauer gesagt, um die Angst vor oder in geschlossenen oder engen Räumen. Neben panikartiger Angst, nicht flu?chten zu ko?nnen, zu ersticken und keine Kontrolle zu haben, verspu?ren Betroffene in solchen Situationen heftige ko?rperliche Reaktionen. Die Klaustrophobie geho?rt zu den spezifischen Phobien, d.h. zu den unangemessenen und u?bersteigerten A?ngsten vor ungefa?hrlichen Situationen.

In welchen Situationen tritt eine Klaustrophobie häufig auf?

Eine Klaustrophobie tritt in Situationen auf, in denen es in den Augen der Betroffenen kein Entkommen gibt und in denen sie sich selbst nicht befreien könnten, wenn es wichtig für sie wäre. Zu solchen Situationen zählen z.B. Theater, Kinos, Lifte, Flugzeuge, U-Bahnen und Solarien. Die Klaustrophobie tritt auch auf in Situationen mit vielen Menschen, die dicht gedrängt stehen, etwa in überfüllten Bussen, oder unter Menschenmassen bei Konzerten und Sportveranstaltungen.

Manchmal haben Betroffene auch Angst, an öffentlichen Orten die Klotür abzuschließen, wenn kein Fenster in der Toilette ist. Auch medizinische Untersuchungen, wie die Untersuchung in einem Kernspintomographen, können eine Klaustrophobie auslösen. Selbst enge Umarmungen oder das gemeinsame Kuscheln mit dem Partner unter einer Decke können diese Angst auslösen.

Peter, ein Betroffener, beschreibt seine Angst so:

Ich habe fast meinen ganzen Freundeskreis verloren, weil ich kaum noch was mit meinen Freunden unternehmen kann. Veranstaltungen im Freien, da habe ich Spaß, weil ich jederzeit weg kann.  Sobald sich eine Tür hinter mir schließt, zittere ich am ganzen Körper und ich bekomme Schweißausbrüche. Ich bekomme kaum noch Luft und würde am liebsten wild um mich schlagen.  Ich kann nur noch daran denken, dass ich jetzt eingeschlossen bin und  absolut keine Kontrolle habe. Ich habe nur noch einen Gedanken: Wie komme ich da wieder raus ... ? Ich weiß, dass es eigentlich völliger Schwachsinn ist, und man vor engen Räumen keine Panik haben muss, aber trotzdem komme ich nicht davon weg, egal wie sehr ich mir einrede, dass nichts passiert. Ich kann in keinen Fahrstuhl steigen, ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen. Ich bin dann nur noch am Zittern und habe Herzrasen.

Geht es Ihnen ähnlich wie Peter? Haben auch Sie ein mulmiges Gefühl oder gar Panik, wenn Sie geschlossene Räume betreten oder sich vorstellen, Sie täten das? Dann leiden Sie vermutlich unter einer Klaustrophobie.

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