Herzneurose Herzphobie 2: Symptome

Eine Herzphobie beeinflusst Ihr seelisches körperliches Befinden und Ihr Verhalten. Informationen zu den Symptomen und der Erkrankung Herzneurose.

Die Herzphobie hat Einfluss auf das seelische & körperliche Befinden sowie auf das Verhalten. Wie sich eine Herzphobie äußern kann, darüber informiert dieses Video.

Wenn Sie an einer Herzphobie leiden, dann hat dies Einfluss auf Ihr seelisches und ko?rperliches Befinden sowie auf Ihr Verhalten. Schauen wir uns diese Auswirkungen na?her an.

Gefu?hle - Gedanken

Das am ha?ufigsten erlebte Gefu?hl ist natu?rlich die Angst, die sich zur Panik steigern kann, das Herz ko?nnte versagen und man ko?nnte sterben. Hinzukommt die Erwartungsangst vor den als lebensbedrohlich erlebten Herzbeschwerden, sowie die Angst vor den Angst- und Panikanfa?llen. Die Gedanken kreisen mal mehr, mal weniger darum, eine schwere Herzerkrankung zu haben und einen Herzinfarkt zu bekommen.

Die a?ngstlichen Gedanken und Gefu?hle werden von Ko?rperreaktionen begleitet wie

  • Herzstolpern bis hin zu Herzrasen und Herzstichen,
  • einem Brennen und Hitzegefu?hl in der Herzgegend, Schwindel bis hin zu Ohnmachtsgefu?hlen,
  • innerer Unruhe, Zittern bis hin zu Erscho?pfung und Kopfschmerzen,
  • einem Engegefu?hl oder Schmerzen in der Brust mit Ausstrahlung in den linken Arm, bis hin zu
  • Herzbeklemmungen, Atemnot und Erstickungsgefu?hlen, Schweißausbru?che,
  • erho?hter Puls und Blutdruck,
  • U?belkeit sowie
  • Hitze- oder Ka?ltegefu?hle

 

Verhalten

  • Wir suchen regelma?ßig den Arzt auf und wechseln diesen ha?ufig, da wir dem Urteil der A?rzte nicht vertrauen. Deshalb dringen wir auch immer wieder auf aufwa?ndige medizinische Untersuchungen
  • Da wir der Gesundheit unseres Herzens misstrauen, beobachten wir sta?ndig die Ta?tigkeit unseres Herzens und kontrollieren regelma?ßig Blutdruck und Puls.
  • Aus Angst vor einem Infarkt bleiben wir mehr und mehr zuhause – da fu?hlen wir uns sicherer - oder gehen nur noch in Begleitung aus dem Haus.
  • Mu?ssen wir aus dem Haus, tragen wir immer unser Handy bei uns sowie die Telefonnummer des Haus- und Notarztes und wir vergewissern uns vielleicht, dass auf unserem Weg eine Arztpraxis ist.
  • Wir meiden einsame Gegenden und na?chtliche Autobahnfahrten, aber auch Orte, an denen wir einmal einen Herzanfall hatten.
  • Wir vermeiden Verkehrsmittel, in denen wir keine schnelle Hilfe bekommen ko?nnen wie etwa U-Bahnen und Flugzeuge.
  • Wir informieren Freunde und Bekannte, was im Notfall zu tun ist.
  • Wir rufen ha?ufig den Notarzt und/oder suchen ha?ufig den a?rztlichen Notdienst auf.
  • Wir meiden mo?glichst jede ko?rperliche und psychische Anstrengung und Belastung, um unser Herz zu schonen.
  • Sportliche und sexuelle Aktivita?ten werden aufgegeben, familia?ren und beruflichen Konflikten gehen wir aus dem Weg - alles nur, weil wir Angst haben, das Herz ko?nnte diesen Belastungen nicht mehr gewachsen sein.
  • Wir meiden Informationen, die mit Herzerkrankungen zu tun haben oder wir suchen zwanghaft nach Informationen dazu.

Geht es Ihnen a?hnlich? Kennen Sie solche Gefu?hle, Gedanken und Ko?rperreaktionen auch? Dann suchen Sie einen Psychotherapeuten auf und lassen Ihre Symptome abkla?ren. Eine Herzphobie ist eine psychische Erkrankung. Aus diesem Grunde ist ein Psychotherapeut die richtige Anlaufstelle.

Vermutlich waren Sie schon bei vielen A?rzten und haben immer wieder geho?rt, dass mit Ihrem Herzen alles in Ordnung ist. Sie haben also kein organisches Problem und deshalb geho?rt die Behandlung Ihrer Beschwerden in die Hand eines Psychotherapeuten.

Herzneurose - eine psychische Erkrankung mit körperlichen Folgen

Vermutlich denken Sie: Ich bin doch nicht verrückt. Ich spüre doch, dass etwas mit meinem Herzen nicht in Ordnung ist. Dass manchmal mein Herz unregelmäßig schlägt oder manchmal mein Puls aus heiterem Himmel in die Höhe schnellt, das ist doch keine Einbildung. Das ist eine Tatsache. Ich hätte diese Beschwerden doch nicht, wenn ich gesund wäre.

Sie haben Recht. Sie bilden sich solche Symptome nicht ein. Diese sind real. Es gibt eine Reihe sogenannter funktioneller Herzrhythmus Störungen. Funktionell bedeutet, dass diese keine organische Ursache haben, sondern psychisch bedingt sind.

Funktionelle Herzrhythmus Störungen äußern sich in Herzstolpern, verstärktem Herzklopfen, Herzrasen, unregelmäßigem Herzschlag, erhöhtem Blutdruck und sogenannten Extrasystolen, d.h. Herzschlägen, die quasi aus der Reihe tanzen.

Wie kommt es zu solchen funktionellen Herzrhythmus Störungen? Sie wissen: Stress, körperliche Belastung, emotionale Belastungen wie Angst, aber auch seelische Konflikte und Probleme beeinflussen unseren Körper und seine Funktionen.

Beim einen wirken sich solche Stressoren eher in nervösen Reaktionen auf den Magen aus, bei anderen eher auf das Herz und wieder bei anderen eher auf Rückenschmerzen. Dass wir alle unterschiedlich auf Belastungen reagieren, hat damit zu tun, dass wir von Natur aus mit gewissen körperlichen Defiziten ausgestattet sind.

Das bedeutet, dass manche Organe und Körperfunktionen stressanfälliger sind als andere. Bei Ihnen wirken sich seelische oder körperliche Belastungen vielleicht eher auf Ihr Herzkreislaufsystem aus. Sie reagieren schneller mit Symptomen wie Herzstolpern oder Herzklopfen als andere.

Wenn Sie sich haben untersuchen lassen und Ihr Arzt sagte Ihnen, dass es keine organischen Veränderungen bzw. erkennbare Schädigungen an Ihrem Herzen gibt, dann handelt es sich bei diesen Symptomen um ungefährliche Reaktionen Ihres Körpers auf Stresssituationen. Gefühle wie Wut, Ärger oder Angst haben einen großen Einfluss auf unser Herzkreislaufsystem und führen zu unregelmäßigen Herzschlägen oder einem Herzstolpern.

Wenn Sie solche ungefährlichen und normalen Reaktionen Ihres Körpers als Anzeichen für einen bevorstehenden Herzinfarkt oder einen Herzfehler deuten und sich so in Angst und Panik versetzen, dann beginnt Ihr Herz erst recht zu rasen, der Blutdruck steigt erst recht, Ihnen wird vielleicht schwindlig und schlecht.

Durch Angst und Panik verstärken Sie die Symptome, vor denen Sie Angst haben, weil sie in Ihren Augen ein Indiz für ein drohendes Herzversagen sind.

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