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Ratgeber Herzphobie


PDF Ratgeber von Dr. Doris Wolf für das Selbststudium bei einer Herzneurose-Herzphobie

Ratgeber Herzneurose

Die Themen zur Herzneurose - Herzphobie

Herzphobie - Herzneurose Einleitung

Wie äußert sich eine Herzneurose?

Was begünstigt die Entstehung einer Herzneurose?

Wie wird eine Panikattacke bei einer Herzphobie ausgelöst?

Wie wird eine Herzphobie in einer Psychotherapie behandelt?

Wie kann ich als Partner/Angehöriger helfen?

Symptome einer Herzneurose - Herzphobie

Wenn Sie an einer Herzphobie leiden, dann hat dies Einfluss auf Ihr seelisches und körperliches Befinden sowie auf Ihr Verhalten. Schauen wir uns diese Auswirkungen näher an.

Gefühle - Gedanken

Das am häufigsten erlebte Gefühl ist natürlich die Angst, die sich zur Panik steigern kann, das Herz könnte versagen und man könnte sterben.

Hinzukommt die Erwartungsangst vor den als lebensbedrohlich erlebten Herzbeschwerden, sowie die Angst vor den Angst- und Panikanfällen.

Die Gedanken kreisen mal mehr, mal weniger darum, eine schwere Herzerkrankung zu haben und einen Herzinfarkt zu bekommen.

Körperreaktionen

Die ängstlichen Gedanken und Gefühle werden von Körperreaktionen begleitet wie Herzstolpern bis hin zu Herzrasen und Herzstichen, einem Brennen und Hitzegefühl in der Herzgegend, Schwindel bis hin zu Ohnmachtsgefühlen, innerer Unruhe, Zittern bis hin zu Erschöpfung und Kopfschmerzen, einem Engegefühl oder Schmerzen in der Brust mit Ausstrahlung in den linken Arm, bis hin zu Herzbeklemmungen, Atemnot und Erstickungsgefühlen.

Hinzukommen Schweißausbrüche, erhöhter Puls und Blutdruck, Übelkeit sowie Hitze- oder Kältegefühle

Verhalten

Wir suchen regelmäßig den Arzt auf und wechseln diesen häufig, da wir dem Urteil der Ärzte nicht vertrauen. Deshalb dringen wir auch immer wieder auf aufwändige medizinische Untersuchungen.

Da wir der Gesundheit unseres Herzens misstrauen, beobachten wir ständig die Tätigkeit unseres Herzens und kontrollieren regelmäßig Blutdruck und Puls.

Aus Angst vor einem Infarkt bleiben wir mehr und mehr zuhause – da fühlen wir uns sicherer - oder gehen nur noch in Begleitung aus dem Haus. Müssen wir aus dem Haus, tragen wir immer unser Handy bei uns sowie die Telefonnummer des Haus- und Notarztes und wir vergewissern uns vielleicht, dass auf unserem Weg eine Arztpraxis ist. Wir meiden einsame Gegenden und nächtliche Autobahnfahrten, aber auch Orte, an denen wir einmal einen Herzanfall hatten.

Wir vermeiden Verkehrsmittel, in denen wir keine schnelle Hilfe bekommen können wie etwa U-Bahnen und Flugzeuge.

Wir informieren Freunde und Bekannte, was im Notfall zu tun ist.

Wir rufen häufig den Notarzt und/oder suchen häufig den ärztlichen Notdienst auf.

Wir meiden möglichst jede körperliche und psychische Anstrengung und Belastung, um unser Herz zu schonen. Sportliche und sexuelle Aktivitäten werden aufgegeben, familiären und beruflichen Konflikten gehen wir aus dem Weg - alles nur, weil wir Angst haben, das Herz könnte diesen Belastungen nicht mehr gewachsen sein.

Wir meiden Informationen, die mit Herzerkrankungen zu tun haben oder wir suchen zwanghaft nach Informationen dazu.

Geht es Ihnen ähnlich? Kennen Sie solche Gefühle, Gedanken und Körperreaktionen auch? Dann suchen Sie einen Psychotherapeuten auf und lassen Ihre Symptome abklären.

Eine Herzphobie ist eine psychische Erkrankung. Aus diesem Grunde ist ein Psychotherapeut die richtige Anlaufstelle. Vermutlich waren Sie schon bei vielen Ärzten und haben immer wieder gehört, dass mit Ihrem Herzen alles in Ordnung ist. Sie haben also kein organisches Problem und deshalb gehört die Behandlung Ihrer Beschwerden in die Hand eines Psychotherapeuten.

Herzphobie – eine psychische Erkrankung mit körperlichen Folgen

Vermutlich denken Sie: Ich bin doch nicht verrückt. Ich spüre doch, dass etwas mit meinem Herzen nicht in Ordnung ist. Dass manchmal mein Herz unregelmäßig schlägt oder manchmal mein Puls aus heiterem Himmel in die Höhe schnellt, das ist doch keine Einbildung. Das ist eine Tatsache. Ich hätte diese Beschwerden doch nicht, wenn ich gesund wäre.

Sie haben Recht. Sie bilden sich solche Symptome nicht ein. Diese sind real. Es gibt eine Reihe sogenannter funktioneller Herzrhythmus Störungen. Funktionell bedeutet, dass diese keine organische Ursache haben, sondern psychisch bedingt sind. Funktionelle Herzrhythmus Störungen äußern sich in Herzstolpern, verstärktem Herzklopfen, Herzrasen, unregelmäßigem Herzschlag, erhöhtem Blutdruck und sogenannten Extrasystolen, d.h. Herzschlägen, die quasi aus der Reihe tanzen.

Wie kommt es zu solchen funktionellen Herzrhythmus Störungen? Sie wissen: Stress, körperliche Belastung, emotionale Belastungen wie Angst, aber auch seelische Konflikte und Probleme beeinflussen unseren Körper und seine Funktionen.

Beim einen wirken sich solche Stressoren eher in nervösen Reaktionen auf den Magen aus, bei anderen eher auf das Herz und wieder bei anderen eher auf Rückenschmerzen. Dass wir alle unterschiedlich auf Belastungen reagieren, hat damit zu tun, dass wir von Natur aus mit gewissen körperlichen Defiziten ausgestattet sind. Das bedeutet, dass manche Organe und Körperfunktionen stressanfälliger sind als andere. Bei Ihnen wirken sich seelische oder körperliche Belastungen vielleicht eher auf Ihr Herzkreislaufsystem aus. Sie reagieren schneller mit Symptomen wie Herzstolpern oder Herzklopfen als andere.

Wenn Sie sich haben untersuchen lassen und Ihr Arzt sagte Ihnen, dass es keine organischen Veränderungen bzw. erkennbare Schädigungen an Ihrem Herzen gibt, dann handelt es sich bei diesen Symptomen um ungefährliche Reaktionen Ihres Körpers auf Stresssituationen.

Gefühle wie Wut, Ärger oder Angst haben einen großen Einfluss auf unser Herzkreislaufsystem und führen zu unregelmäßigen Herzschlägen oder einem Herzstolpern. Wenn Sie solche ungefährlichen und normalen Reaktionen Ihres Körpers als Anzeichen für einen bevorstehenden Herzinfarkt oder einen Herzfehler deuten und sich so in Angst und Panik versetzen, dann beginnt Ihr Herz erst recht zu rasen, der Blutdruck steigt erst recht, Ihnen wird vielleicht schwindlig und schlecht. D.h. durch Angst und Panik verstärken Sie die Symptome, vor denen Sie Angst haben, weil sie in Ihren Augen ein Indiz für ein drohendes Herzversagen sind.

Was begünstigt die Entstehung einer Herzneurose?

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