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Wie entsteht die Angst, zu zittern?

Behandlung der Angst vorm Händezittern

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Wie überwinde ich die Angst, zu zittern?

Behandlung der Angst vorm Händezittern

Das Zittern an Händen und Körper ist eine normale körperliche Reaktion, die dann einsetzt, wenn wir freudig, ärgerlich oder ängstlich erregt sind. Wenn wir emotional erregt sind, dann zittern wir.

D.h. wir können uns die Fähigkeit zu zittern, nicht abtrainieren. In einer Therapie können Sie jedoch lernen, die Angst vor dem Zittern zu überwinden. Nicht das Zittern ist das Problem, sondern dass Sie dieses für extrem peinlich halten, es als eine Schwäche ansehen und deshalb Angst haben, von Ihren Mitmenschen belächelt und abgelehnt zu werden.

Indem Sie lernen, die Angst vor dem Zittern und vor den möglichen negativen Urteilen Ihrer Umwelt zu überwinden, werden Sie auch weniger oder gar nicht mehr zittern, da Sie durch die Angst und Anspannung erheblich dazu beitragen, dass Sie zittern.

Wenn Sie zu einem verhaltenstherapeutisch orientierten Psychologen gehen, dann lernen Sie sehr wahrscheinlich, Ihre Angst vor Ablehnung und Kritik abzubauen, sich weniger Sorgen um Ihr Ansehen zu machen und das Zittern nicht mehr als Katastrophe anzusehen, sondern nur noch als lästige aber harmlose Erscheinung.

Kurzum: Sie lernen Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Selbstvertrauen zu stärken und den Teufelskreis aus angstvollen Gedanken und Gefühlen zu durchbrechen.

Mit den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und Verhaltensexperimenten lernen Sie ferner, Ihre negativen Gedanken und Phantasien darüber, wie Sie wirken und wie andere reagieren könnten, zu überprüfen und zu korrigieren.

Parallel dazu wird Ihr Therapeut Sie auffordern, wieder solche Situationen aufzusuchen, die Sie bislang gemieden haben. Durch diese Konfrontation erleben Sie, dass Ihre übersteigerte Erwartungsangst unbegründet ist und Sie geben Ihr Meidungsverhalten auf. Ihr Selbstvertrauen wird dadurch weiter gestärkt.

Möglicherweise empfiehlt er Ihnen auch das Erlernen eines Entspannungsverfahrens wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Mit ihrer Hilfe bekommen Sie Ihre Erwartungsangst und die damit verbundenen körperlichen Symptome besser in den Griff und können so gelassener im Beisein anderer sein.

Und vielleicht wird Ihr Therapeut Ihnen auch vorschlagen, neben den Einzelsitzungen an einer Gruppentherapie teilzunehmen. Schließlich geht es ja darum, dass Sie lernen, unter anderen Menschen gelassener zu werden, und wo kann man das besser, als in einer Gruppe?

Ist die Einnahme von Medikamenten sinnvoll?

Die Frage, ob man die Angst und das Zittern nicht mit Medikamenten behandeln kann, wird oft gestellt. Ja, das kann man, aber das ist keine gute Lösung. Ich bin überhaupt nicht dafür, denn

1. wir schwächen damit zusehends unsere Fähigkeiten, die Angst zu überwinden.

2. wir müssen die Medikamente ein Leben lang nehmen, denn die Angst vor der negativen Bewertung unserer Mitmenschen geht durch die Einnahme von Medikamenten nicht weg.

3. und wir haben Angst, die Medikamente abzusetzen, da das Zittern wieder auftreten könnte.

Lediglich in schweren Fällen, in denen Menschen gar nicht mehr aus dem Haus gehen, ist eine kurzzeitige medikamentöse Unterstützung sinnvoll.

In diesem Fall werden meist Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wie z.B. Paroxetin sowie Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer wie Venlafaxin eingesetzt.

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