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Selbsthilfe Forum Angst
Angst, hässlich zu sein Einleitung
Wie äußert sich die Angst, hässlich zu sein? Soziale Folgen der Angst, hässlich zu sein.
Wie entsteht die Angst, hässlich zu sein?
Behandlung der Angst, hässlich zu sein
PDF Ratgeber zum Umgang mit der Angst, hässlich zu sein
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Behandlung/Therapie der Angst, hässlich zu sein
Wenn Sie eine Therapie machen, dann empfehle ich Ihnen eine kognitive Verhaltenstherapie. Der erste und wichtigste Schritt ist der, dass Sie die Einsicht gewinnen, psychisch krank zu sein.
In der Therapie werden Sie und Ihr Therapeut vermutlich in Ihrer Kindheit nach Erlebnissen suchen, die dazu beigetragen haben können, dass Sie heute Angst haben, hässlich zu sein oder sich einreden, hässlich zu sein.
Dieses Wissen kann Ihnen helfen, weil Sie vielleicht erkennen, dass es ganz normal und verständlich ist, warum Sie heute so denken und fühlen. Sie können nachvollziehen, warum Sie so sind, wie Sie sind, und kommen sich nicht mehr verrückt vor. Dieses Wissen alleine wird Ihnen jedoch nicht helfen.
Die Angst, hässlich zu sein, ist nur ein Symptom. Sie ist u.a. Ausdruck einer generellen Selbstunsicherheit, die auf einem geringen Selbstwertgefühl beruht.
Deshalb lernen Sie in einer Therapie, sich von Ihren selbstabwertenden Gedanken und Ihren Minderwertigkeitsgefühlen zu befreien. Sie lernen, sich selbst mehr anzunehmen und damit Ihr Selbstvertrauen zu stärken und das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. D.h. Ihr Therapeut wird Ihnen vermutlich eine Reihe von Verhaltensübungen geben, durch die Sie das theoretisch erworbene Wissen im Alltag umsetzen sollen.
Vielleicht wird Ihr Therapeut Ihnen auch Verhaltensexperimente vorschlagen, in denen Sie gezielt Ihre Befürchtungen, wie schlimm andere reagieren würden, überprüfen können.
Auch Spiegelübungen, bei denen Sie lernen, Ihr Aussehen insgesamt zu betrachten und Video-Feedback kann Ihr Therapeut einsetzen, um Ihnen zu helfen, eine neue akzeptierende Haltung zu Ihrem Körper zu erlernen.
Ziel ist es, dass das kleine verängstigte und verletzte Kind in Ihnen lernt, erwachsen zu werden, indem es erfährt und spürt, dass es auch dann liebenswert ist, wenn es nicht perfekt ist.
Die wenigsten Menschen entsprechen gängigen Schönheitsidealen und sind weit davon entfernt, perfekt auszusehen. Trotzdem sind die meisten Menschen zufrieden bis hin zu glücklich und zerfleischen sich nicht Tag für Tag wegen ihres Äußeren. In der Therapie lernen Sie, sich die Lebens- und Denkweise von Menschen anzueignen, die trotz ihrer Unvollkommenheit zufrieden sind.
Ihr Problem ist nicht Ihr Aussehen. Ihr Problem ist Ihre Unzufriedenheit mit Ihrem Aussehen. Und diese Unzufriedenheit entsteht in Ihrem Kopf.
Vermutlich wir Ihr Therapeut mit Ihnen generell über die Bedeutung von Gedanken und deren Einfluss auf Ihr emotionales Befinden sprechen. Ihre Gedanken steuern nämlich Ihre Gefühle. Dieser Zusammenhang zwischen Ihrem Denken und Fühlen hat große Bedeutung für Ihr Problem. Sie lernen bestimmte negative Denkweisen und deren Einfluss auf Ihr seelisches Befinden kennen, wie etwa das Schwarz-weiß-Denken oder das Katastrophendenken. Und Sie lernen, wie Sie durch ein Umdenken, Ihre Gefühle positiv beeinflussen können.
Wenn es notwendig ist, lernen Sie in der Therapie auch, den Umgang mit Problemen in Beruf und Familie zu verbessern. Und vielleicht wir Ihr Therapeut Ihnen neben der Einzeltherapie auch eine Gruppentherapie vorschlagen, indem Sie Ihr neues Denken und Verhalten auch in der Gruppe trainieren können.
All dies ist ein langsamer Prozess, der sich über Wochen und Monate hinweg erstrecken wird. Am Ende dieses Wegs, eines Tages in der Zukunft, werden Sie in den Spiegel schauen, sich annehmen oder Ihnen wird vielleicht sogar gefallen, was Sie sehen.
Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg und es mag sein, dass Sie gegenüber einer Therapie viele Vorurteile haben, die Sie erst gar nicht eine Therapie beginnen lassen. Deshalb im nächsten Beitrag ein paar Denkanstöße.
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