Die Beiträge zur Angst, abgelehnt zu werden, sind auch als Video verfügbar.

Sich im Angst Panik Selbsthilfe Forum über die Angst vor Ablehnung austauschen, Rat einholen, Tipps und Hilfe bekommen, Verständnis erleben, von den Erfahrungen anderer profitieren ...
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Selbsthilfe Forum Angst
PDF Ratgeber Angst vor Ablehnung
Ratgeber zu Stärkung des Selbstwertgefühls und der Selbstachtung
Wie entsteht die Angst, abgelehnt zu werden?
Wann sollte man eine Therapie machen und was erwartet einen, wenn man eine Therapie macht?
Wenn wir eine große Angst vor Ablehnung haben, dann haben wir meist auch viele persönliche, zwischenmenschliche oder berufliche Probleme.
Wir sollten uns therapeutische Unterstützung holen
- wenn wir uns von anderen zurückziehen und uns abkapseln,
- wenn wir uns ausgebrannt fühlen oder Depressionen haben,
- wenn wir regelmäßig Alkohol oder Medikamente einsetzen, um die Angst zu mildern,
- wenn wir körperliche Beschwerden haben, aber keine organischen Ursachen zu finden sind,
- wenn unser Arbeitsplatz oder die Partnerschaft gefährdet sind.
In einer Therapie werden Sie und Ihr Therapeut vielleicht etwas in Ihrer Kindheit stöbern, um herauszufinden, wie und warum Sie heute eine so schlechte Meinung von sich haben. Denn von sich aus sind Sie darauf nicht gekommen. Das haben Sie sich nicht selbst ausgedacht, das haben Sie von anderen.
Dieses Wissen kann Ihnen helfen, weil Sie vielleicht erkennen, dass es ganz normal und verständlich ist, warum Sie heute so gering von sich denken.
Diese Erkenntnis alleine wird Sie jedoch nicht sehr weiterbringen. Dieses Wissen alleine wird Ihnen nicht helfen, sich von Ihren selbstabwertenden Gedanken und Ihren Minderwertigkeitsgefühlen zu befreien.
Um Ihre Angst vor Ablehnung überwinden zu können, müssen Sie sich von der Vergangenheit frei machen und sich klarmachen: Ich bin kein Opfer. Ich übernehme ab sofort für mich und mein Leben die Verantwortung und entscheide selbst, ob ich liebenswert und wertvoll bin.
Es gibt in Therapeutenkreisen einen makabren Witz.
Ein Klient sagt dem Therapeuten: Herr Doktor, ich fühle mich so minderwertig. Worauf der Therapeut antwortet: Nein, nein, Sie irren sich, Sie sind minderwertig.
Warum erzähle ich diesen Witz? Nun, weil er für Ihre Therapie von großer Bedeutung ist. Ist es nicht so, dass Sie felsenfest davon überzeugt sind, nicht in Ordnung oder gar minderwertig zu sein? Ich denke schon und das ist Ihr eigentliches, Ihr größtes Problem, das maßgeblich für Ihre große Angst vor Ablehnung verantwortlich ist.
Deshalb wird Ihr Therapeut mit Ihnen ein wenig diskutieren. Sie lernen, Ihre Einstellungen zu sich zu hinterfragen und in Frage zu stellen. Ihr Therapeut wird Sie fragen, wo Ihre Beweise dafür sind, dass Sie dumm oder minderwertig sind. Er wird Sie auffordern, Ihre Einstellung, ohne die Anerkennung der anderen nicht leben zu können, zu hinterfragen und zu korrigieren.
Ingeborg erzählt:

Was ich am meisten lernen musste ist, dass ich sehr wohl wertvoll und liebenswert bin und eigentlich eine Menge sehr gut gebacken kriege und dass die Rückversicherung, ob der andere mich nun mag oder nicht, absolut nichts bringt.
Im Laufe der Therapie lernen Sie, sich selbst mehr anzunehmen, sich selbst den Rücken und damit Ihr Selbstvertrauen zu stärken und das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. D.h. Ihr Therapeut wird Ihnen vermutlich eine Reihe von Verhaltensübungen mit nach Hause geben, durch die Sie das theoretisch erworbene Wissen in die Praxis umsetzen sollen.
In der Therapie lernt das kleine verängstigte Kind in Ihnen erwachsen zu werden, indem es lernt, sich eine eigene Meinung über sich zu bilden. Es erkennt und lernt, dass es in Wirklichkeit liebenswert, groß und stark ist und dass es ein Irrtum war, die Meinung seiner Eltern zu übernehmen.
Momentan ist es ja so, dass Ihr Selbstwert eigentlich ein Fremdwert ist. Sie haben Ihren Selbstwert von Ihren Eltern und Erziehern, deren Verhalten Sie oft so interpretiert haben, dass Sie nicht liebenswert sind. Sie haben sich deren Meinung zu eigen gemacht, ohne je zu fragen, ob diese denn richtig oder falsch ist, ob die anderen sich nicht vielleicht geirrt haben.
Sie werden (müssen) erkennen, dass Sie sich all die Jahre selbst belogen haben, als Sie sich eingeredet haben, minderwertig oder ein Versager zu sein. Wären Sie in einem anderen Umfeld aufgewachsen, in einem Umfeld das Ihnen das Gefühl vermittelt hätte, liebenswert und wertvoll zu sein, dann hätten Sie heute eine positive Selbsteinschätzung.
Dies ist ein langsamer Prozess, der sich über Wochen und Monate hinweg erstreckt. Am Ende dieses Wegs, eines Tages in der Zukunft, werden Sie in den Spiegel schauen und Ihnen wird gefallen, was Sie sehen. Sie werden eine bessere Meinung von sich haben und dann wird Ihre Angst vor Ablehnung Sie nicht länger daran hindern, sich frei und unbeschwert unter Menschen zu bewegen. Sie werden nicht mehr ständig darüber grübeln, was andere wohl von Ihnen denken. Eine Ablehnung wird für Sie kein Weltuntergang mehr sein. Doch bis dahin ist es noch ein Stück des Weges. Alles Gute für Sie.
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