Angst & Panik Beratung für Betroffene und Angehörige

Behandlung der Generalisierten Angststörung

Dieses Video informiert Sie über die Themen: Wann sollte eine generalisierte Angststörung behandelt werden? Wie wird eine generalisierte Angst behandelt? Ist die Einnahme von Medikamenten sinnvoll?

Ratgeber Generalisierte Angst für Betroffene

Ratgeber generalisierte Angst

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Informationen zum Ratgeber

© Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe

Wenn Sie den Eindruck haben, Ihre Sorgen nicht kontrollieren zu können, diese Ihr Denken über Wochen und Monate hinweg beherrschen, Sie durch Ihre Sorgen ständig angespannt und nervös sind oder körperliche Beschwerden haben, dann nehmen Sie therapeutische Hilfe in Anspruch.

Sind Sie sich unsicher, ob Sie unter einer generalisierten Angststörung leiden? Machen Sie den generalisierte Angststörung Test. Dieser gibt Ihnen erste Hinweise.

Je früher Sie eine Therapie machen, umso schneller können Sie sich von dieser lästigen Angewohnheit befreien.

Je länger Sie warten, umso hartnäckiger werden Ihre Sorgen und umso schwerer wird es Ihnen fallen, diese wieder loszuwerden.

Weitere Videobeiträge zur generalisierten Angst

Generalisierte Angststörung - Einführung in das Thema

Ursachen der Generalisierten Angst

Psychotest generalisierte Angst

Wenn Sie wissen möchten, wie stark Ihre Angst ist, dann machen Sie den generalisierte Angststörung Test.

Wie wird eine generalisierte Angststörung behandelt?

Die beste Therapiemethode für die Behandlung der generalisierten Angststörung ist die Kognitive Verhaltenstherapie.

In einer kognitiven Verhaltenstherapie lernen Sie, was Angst ist, was Ihre Angst auslöst, welche Rolle Ihre sorgenvollen Gedanken dabei spielen und wie Sie diese ändern können.

Sie lernen Verhaltensstrategien, um besser mit den täglichen Belastungen umzugehen, vor allem aber lernen Sie, auf sich selbst und Ihre Fähigkeiten zu vertrauen, mit Schicksalsschlägen und Alltagsbelastungen umgehen zu können.

Schauen wir uns einige Themen etwas genauer an, die in einer Therapie zur Sprache kommen können.

Sehr viel Zeit wird Ihr Therapeut darauf verwenden, Ihnen den Zusammenhang zwischen Ihrem Denken, Fühlen und Handeln zu vermitteln.

Er wird Ihnen zeigen, welchen Einfluss Ihre Gedanken auf Ihr seelisches und körperliches Befinden haben. Und natürlich wird er besonders auf Ihre sorgenvollen Gedanken eingehen, mit denen Sie sich in Angst versetzen und die Sie angespannt und nervös machen.

Vielleicht wird er Sie auch bitten, ein Sorgentagebuch zu führen. Außerdem besprechen Sie, durch welche Denk- und Verhaltensweisen Sie Sorgen und Angst aufrechterhalten - z.B. durch Kontrolle, Ablenkung, Vermeidung und Rückversicherung bei anderen.

Ihr Therapeut wird mit Ihnen vermutlich auch über die Bedeutung Ihrer Sorgen sprechen und über Ihre Ansichten zu den Sorgen.

Vermutlich sind Sie der Überzeugung, dass Ihnen Ihre Sorgen helfen, Gefahren abzuwenden. Sie sehen die Sorgen deshalb als eine Art Schutz an.

Vielleicht denken Sie auch, wenn Sie aufhören, sich zu sorgen, dass Ihnen dann erst Recht Schlimmes widerfahren wird.

Oder Sie machen sich Sorgen über das Sorgenmachen, weil Sie denken, von den vielen Sorgen krank zu werden.

Dann wird Ihr Therapeut Sie auffordern, diese Überzeugungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.

Da Sie den Eindruck haben, keine Kontrolle über Ihre sorgenvollen Gedanken zu haben, wird Ihr Therapeut Ihnen auch zeigen, dass Sie sehr wohl in der Lage sind, Ihre Gedanken zu kontrollieren.

Zusammen mit Ihrem Therapeuten lernen Sie, Ihre automatisch ablaufenden sorgenvollen Gedanken aufzuspüren, mit denen Sie sich Angst machen.

Sie werden die Sorgenketten in einzelne Sorgen unterteilen und sich jede Sorge einzeln vornehmen. Sie werden darüber sprechen, was es bedeuten würde, wenn sich Ihre Sorgen bewahrheiten würden.

D.h. Sie werden mit ihm Ihre Sorgen zu Ende denken und sich in Vorstellungsübungen bildlich ausmalen, das Schlimmste, was Sie befürchten, würde tatsächlich eintreten.

Diese Konfrontation mit Ihren Befürchtungen ist ein wichtiger Baustein in der Therapie. Denn nur wenn Sie der vermeintlichen oder tatsächlichen Gefahr ins Auge blicken und nicht die Augen davor verschließen, können Sie auch lernen, damit umzugehen.

Sie erleben, dass Sie der Angst gewachsen sind und diese mit der Zeit nachlassen wird.

In der Therapie werden Sie auch darüber sprechen, wie wahrscheinlich es ist, dass das, was Sie befürchten, eintritt und was Sie tun können, wenn das Befürchtete tatsächlich eintreten sollte.

Das wird Ihnen Selbstvertrauen geben und Ihre Angst mindern, denn Sie wissen nun, dass Sie nicht hilflos sind.

In einem weiteren Schritt lernen Sie, Ihre Rückversicherungen und Absicherungen aufzugeben, mit denen Sie bisher versucht haben, Ihre Angst zu mindern.

Ein weiterer wichtiger Baustein Ihrer Therapie wird das Erlernen eines Entspannungsverfahrens sein.

Hier wird Ihnen Ihr Therapeut vermutlich die Progressive Muskelentspannung empfehlen, da diese leicht zu erlernen ist und sehr schnell wirkt.

Das Erlernen dieses Entspannungsverfahrens wird Ihnen helfen, Ihre permanente Anspannung und Nervosität zu reduzieren und besser abschalten zu können.

Ihr Therapeut wird mit Ihnen vermutlich auch über Ihr Selbstvertrauen und Ihr Vertrauen im Umgang mit Problemen sprechen.

Je weniger Sie sich selbst nämlich zutrauen, mit Problemen umgehen zu können, umso weniger fühlen Sie sich den bedrohlichen Situationen gewachsen und umso mehr Sorgen machen Sie sich.

Er wird mit Ihnen deshalb Strategien erarbeiten, wie Sie mehr Zutrauen zu sich bekommen können, mit den Widrigkeiten und Problemen des Lebens fertig zu werden.

Ziel der Therapie ist die Aneignung der Lebensphilosophie von Friedrich Oetinger, die dieser schon vor über 200 Jahren formuliert hat:
Gott, gib mir die Gelassenheit, die Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Ist die Einnahme von Medikamenten sinnvoll?

medikamente, psychopharmaka

Darauf gibt es eine klare Antwort: Nein, auf lange Sicht nicht. Ihre Angst und die mit der Angst verbundenen körperlichen Beeinträchtigungen werden durch Ihre sorgenvollen Gedanken und Befürchtungen verursacht.

Wenn Sie aufhören, sich Sorgen zu machen, haben Sie keine Angst mehr und Ihre körperlichen Beschwerden gehen zurück.

Medikamente helfen Ihnen nicht, Ihre Sorgen zu kontrollieren, das können nur Sie.


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