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Informationen für Angehörige, die ein Familien-mitglied haben, das Angst vorm Erbrechen hat

Wenn Sie einen Partner haben, der unter einer Emetophobie leidet, empfehle ich Ihnen, sich zunächst einmal die Beträge oder die Videos zur Emetophobie anzuschauen, damit Sie wissen, was ihn ihm vorgeht, wenn er Angst und Panik hat. Das Wissen um seine Denk- und Handlungsweise kann für den Umgang mit ihm hilfreich sein.

Grundsätzlich sollten Sie immer im Hinterkopf behalten: die Angst zu erbrechen ist eine Krankheit. Sie ist übertrieben und unangemessen, dennoch ist sie für Ihren Partner real und er leidet darunter.

Deshalb sollten Sie sich als Angehöriger nicht abschätzig über die Angst vor dem Erbrechen äußern. Die Angst ist da und Ihr Partner fühlt sich bedroht, so unverständlich das auch für Sie, der Sie diese Angst nicht haben, auch sein mag.

Sie sollten, wenn Ihr Partner meidet, gutgemeinte Kommentare unterlassen wie "Reiß dich zusammen" oder "So schlimm kann es doch nicht sein". Die meisten Betroffenen wissen sehr wohl, dass ihre Angst vor dem Erbrechen irrational ist. Dennoch können sie sich nicht davon freimachen – deshalb ist die Emetophobie auch eine Krankheit und kein Spleen.

Machen Sie immer wieder den Vorschlag, mit ihm unter Menschen zu gehen – auch wenn er nicht immer mitkommt und meidet.

Zwingen Sie Ihren Partner nicht, sich den Situationen zu stellen, die er meidet. So etwas sollte Ihr Partner von sich aus tun oder zusammen mit einem Therapeuten. Sanfte Gewalt ja, stetige Ermutigung ja, eine Drohung jedoch nach dem Motto: wenn du jetzt nicht ..., dann war es das mit uns, bringt ihn und Sie nicht weiter.

Ermutigen Sie ihn, sich eine psychotherapeutische Unterstützung zu holen oder sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, wenn Sie feststellen, dass seine Angst sein und Ihr Leben zu einem Gefängnis macht und Ihre Partnerschaft darunter leidet.

Auch wenn Ihr Partner mal Zeiten hat, in denen er recht gut drauf ist, heißt das nicht, dass er seine Angst überwunden hat. Es ist völlig normal, dass Betroffene mal mehr, mal weniger stark durch ihre Angst beeinträchtigt sind. Er hat mal bessere, mal schlechtere Tage, so wie wir alle. Wenn es ihm jedoch besser geht, dann packen Sie die Gelegenheit beim Schopf und unternehmen etwas gemeinsam, das Sie bislang nicht tun konnten.

Fragen Sie Ihren Partner, was ihm guttut, wenn er gerade eine Panikattacke hat, weil er befürchtet, sich erbrechen zu können. Vielleicht tut es ihm gut, in solchen Momenten in den Arm genommen zu werden, vielleicht möchte er sich auch nur unterhalten oder spazieren gehen.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft, Ihren Partner zu begleiten, und dass sie beide bald wieder gemeinsam ihre Partnerschaft mehr genießen können.

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