Angst & Panik Beratung für Betroffene und Angehörige

Behandlung der Rede- & Sprechangst

Was tun, wenn man panische Angst vor Vorträgen hat? Wie eine lähmende Sprechangst überwinden? Davon handelt dieses Video.

PDF Ratgeber Redeangst Sprechangst von Dr. Doris Wolf

Ratgeber Redeangst überwinden

149 DIN A4 Seiten im PDF Format, Preis: EURO 14,80

Informationen zum Ratgeber

© Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe

Wenn Sie Ihre Redeangst überwinden wollen, dann bedeutet das, an den Ursachen Ihrer Redeangst anzusetzen - nämlich an Ihren angsterzeugenden Gedanken.

Hierfür eignen sich am besten die Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie. Dieses Behandlungsverfahren zeigt die besten und schnellsten Erfolge.

Weitere Videobeiträge zur Redeangst

Redeangst Symptome

Redeangst Ursachen

Redeangst Einführung

Psychotest Redeangst

Wenn Sie wissen möchten, ob Sie unter einer Redeangst leiden, dann machen Sie den Redeangst (Sprechangst) Test.

Alle Strategien haben zum Ziel, Ihre Angst zu versagen und kritisiert zu werden, abzubauen und Ihr Selbstvertrauen aufzubauen.

Diese Ziele werden mit verschiedenen Therapiebausteinen erreicht. An erster Stelle steht die

Gedankenkontrolle

Hier lernen Sie den Zusammenhang zwischen Ihren Gedanken und Gefühlen kennen, insbesondere wie sich angstvolle Gedanken und Phantasien auf Ihre Angst auswirken.

Sie lernen, negative Selbstgespräche wie z.B. "Ich darf mich nicht blamieren", die Sie blockieren und lähmen, durch hilfreiche Selbstgespräche zu ersetzen.

In dem Maße, in dem Sie lernen, Ihre angstauslösenden Gedanken zu kontrollieren und durch hilfreiche Gedanken zu ersetzen, in dem Maße können Sie einer Rede gelassener entgegensehen.

Auch Ihre generellen Einstellungen zu sich, Ihrer Leistung und der Reaktion der anderen werden einen Überprüfung unterzogen. Sie lernen z.B. zu hohe Ansprüche, die Sie an sich haben und Ihr Streben nach Anerkennung abzubauen.

Vielleicht wird Ihr Therapeut Sie auch zu einzelnen Verhaltensexperimenten ermutigen, in denen Sie bewusst Ihre Erwartungen überprüfen - z.B. bewusst die Reaktion der Zuhörer beobachten oder auf eigene Reaktionen achten.

Möglicherweise wird er auch Videoaufzeichnungen einsetzen, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich quasi einmal als Außenstehender zu erleben.

Bislang war es vermutlich so, dass Sie sich im Vorfeld der Rede alle möglichen Katastrophen ausgemalt haben.

Sie erinnern sich vielleicht noch an Bernd, der sagte: Ich stelle mir vor, alle glotzen mich an. Ich werde rot, ich verspreche mich, ich stammle wirres Zeug, verliere den Faden, mir bleibt die Luft weg, ich bekomme keinen Ton mehr heraus, habe einen Blackout, meine Hände zittern.

Wenn wir uns solche Horrorszenarien ausmalen, dann ist es kein Wunder, dass wir in Panik geraten, oder?

Beim mentalen Training - einem weiteren Baustein der Therapie - machen Sie gerade das Gegenteil. D.h. Sie stellen sich vor, wie Sie Ihre Rede erfolgreich halten. Sie nutzen Ihre Vorstellungskraft für die Bewältigung der Redesituation.

Wenn Sie sich hilfreiche Gedanken und Phantasien erarbeitet haben, dann gilt es für Sie, sich bewusst mit Redesituationen zu konfrontieren und zu üben.

Dies kann anfangs in Rollenspielen, später dann in tatsächlichen Redesituationen passieren.

Hier geht es darum, die in der Therapie erworbenen Bewältigungsstrategien anzuwenden und zu erleben, dass Sie mit der Angst so umgehen können, dass diese Sie nicht mehr lähmt und blockiert.

Ein weiterer, sehr wichtiger Baustein der Redeangsttherapie ist der Aufbau und die Stärkung Ihres Selbstvertrauens.

Selbstvertrauen haben bedeutet, sich selbst zu vertrauen. Es bedeutet, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben und von sich überzeugt zu sein.

Im Moment ist es eher so, dass Sie sich selbst nicht über den Weg trauen. Sie trauen sich nicht zu, eine Rede zu halten, sehen sich als unfähig oder gar minderwertig.

In der Therapie lernen Sie z.B. sich selbst gut zuzureden und aufzubauen, statt sich klein zu reden. Sie arbeiten auch an Ihren selbstabwertenden und Ihr Selbstwertgefühl verletzenden Gedanken, d.h. Sie lernen z.B., sich selbst mehr anzunehmen.

Ein weiterer Baustein Ihrer Redeangsttherapie ist die Verarbeitung einer traumatischen Erfahrung in der Jugend.

Wenn Sie in der Jugend ein traumatisches Erlebnis bei einem Vortrag hatten, dann fällt Ihnen diese peinliche Situation heute immer wieder ein, wenn Sie einen Vortrag halten sollen.

Und Sie verspüren dann immer wieder reflexartig Ihre Unsicherheit, Ihre Hilflosigkeit und Ihre Scham von damals.

Ihr Therapeut kann Ihnen zeigen, wie Sie diesen Automatismus abschwächen und sich so von den vergangenen Erfahrungen freimachen können.

Ebenfalls sehr hilfreich für die Bewältigung der Redeangst, ist das Erlernen eines Entspannungsverfahrens und/oder einer Atemtechnik.

Das am häufigsten eingesetzte Verfahren ist die Progressive Muskelentspannung, da dieses Verfahren sehr leicht zu erlernen ist und sehr schnell und zuverlässig wirkt.

Und schließlich wird Ihr Therapeut Ihnen wahrscheinlich auch noch Strategien an die Hand geben, wie Sie mit Pannen, wie etwa einem Blackout, umgehen können.

Auch nach einer Therapie werden Sie noch Lampenfieber haben. Das ist normal.

Was Sie jedoch in einer Therapie überwinden lernen, ist die panische Angst vor Reden und die mit der Angst verbundenen lähmenden Gefühle und Körperreaktionen.

Wichtig zu wissen Schwimmen lernt man nur durch schwimmen. Reden halten lernt man nur durch reden.

Das heißt: Übung macht den Meister. Nur indem Sie sich der Angst ausssetzen und immer wieder Reden halten, überwinden Sie Ihre Redeangst.

Welche Medikamente helfen bei Redeangst?

Ein Mittel gegen Redeangst gibt es nicht, wohl aber Medikamente die helfen, die mit der Redeangst verbundenen körperlichen Symptome zu dämpfen.

Benzodiazepine können kurzfristig eingesetzt werden, wenn eine Redesituation bewältigt werden muss.

Sie wirken rasch, nach etwa 20 Minuten, und haben gewöhnlich wenig Nebenwirkungen.

Über längere Zeit (4 und mehr Wochen) eingenommen, besteht jedoch eine große Suchtgefahr bei diesen Medikamenten.

Deshalb rate ich Ihnen von einer täglichen Einnahme ab. Sogenannte Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer sind sicherer und verträglicher.

Viele Betroffene schwören auf Betablocker, die sie kurz vor einer Rede nehmen. Betablocker reduzieren die mit der Redeangst verbundenen störenden Körperreaktionen ohne jedoch die Denkleistung zu beeinträchtigen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob er Ihnen ein solches Medikament verschreiben will oder kann.

Wenn er dies tut, nehmen Sie zu Testzwecken mal eine Pille, um zu sehen, ob und wie diese bei Ihnen wirkt.

Generell sind Medikamente nur eine Notlösung, keinesfalls eine Dauerlösung.

Nach dem Absetzen besteht eine große Rückfallgefahr. Wenn Sie öfters Reden halten müssen, dann lernen Sie besser, Ihre übersteigerte Redeangst zu überwinden.


redeangst-behandlung.html

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