Angst, hässlich zu sein 4: Behandlung

Informationen was Sie in einer Psychotherapie erwartet und wie Sie lernen können die Angst hässlich zu sein zu überwinden.

Dieses Video informiert, wann Sie eine Therapie in Erwägung ziehen sollten und Sie erfahren, was Sie vermutlich in einer Therapie erwartet.

Wenn Sie eine Therapie machen, dann empfehle ich Ihnen eine kognitive Verhaltenstherapie. Der erste und wichtigste Schritt ist der, dass Sie die Einsicht gewinnen, psychisch krank zu sein!

In der Therapie werden Sie und Ihr Therapeut vermutlich in Ihrer Kindheit nach Erlebnissen suchen, die dazu beigetragen haben können, dass Sie heute Angst haben, hässlich zu sein oder sich einreden, hässlich zu sein.

Dieses Wissen kann Ihnen helfen, weil Sie vielleicht erkennen, dass es ganz normal und verständlich ist, warum Sie heute so denken und fühlen. Sie können nachvollziehen, warum Sie so sind, wie Sie sind, und kommen sich nicht mehr verrückt vor. Dieses Wissen alleine wird Ihnen jedoch nicht helfen.

Die Angst, hässlich zu sein, ist nur ein Symptom. Sie ist u.a. Ausdruck einer generellen Selbstunsicherheit, die auf einem geringen Selbstwertgefühl beruht.

Deshalb lernen Sie in einer Therapie, sich von Ihren selbstabwertenden Gedanken und Minderwertigkeitsgefühlen zu befreien. Sie lernen, sich selbst mehr anzunehmen und damit IhrSelbstvertrauen zu sta?rken - und das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch.

D.h. Ihr Therapeut wird Ihnen vermutlich eine Reihe von Verhaltensu?bungen geben, durch die Sie das theoretisch erworbene Wissen im Alltag umsetzen sollen. Vielleicht wird Ihr Therapeut Ihnen auch Verhaltensexperimente vorschlagen, in denen Sie gezielt Ihre Befu?rchtungen, wie schlimm andere reagieren wu?rden, u?berpru?fen ko?nnen.

Auch Spiegelu?bungen, bei denen Sie lernen, Ihr Aussehen insgesamt zu betrachten und Video-Feedback kann Ihr Therapeut einsetzen, um Ihnen zu helfen, eine neue akzeptierende Haltung zu Ihrem Ko?rper zu erlernen. Ziel ist es, dass das kleine vera?ngstigte und verletzte Kind in Ihnen lernt, erwachsen zu werden, indem es erfa?hrt und spu?rt, dass es auch dann liebenswert ist, wenn es nicht perfekt ist.

Die wenigsten Menschen entsprechen ga?ngigen Scho?nheitsidealen und sind weit davon entfernt, perfekt auszusehen. Trotzdem sind die meisten Menschen zufrieden bis hin zu glu?cklich und zerfleischen sich nicht Tag fu?r Tag wegen ihres A?ußeren. In der Therapie lernen Sie, sich die Lebens- und Denkweise von Menschen anzueignen, die trotz ihrer Unvollkommenheit zufrieden sind.

Ihr Problem ist nicht Ihr Aussehen. Ihr Problem ist Ihre Unzufriedenheit mit Ihrem Aussehen. Diese Unzufriedenheit entsteht in Ihrem Kopf!

Vermutlich wir Ihr Therapeut mit Ihnen generell u?ber die Bedeutung von Gedanken und deren Einfluss auf Ihr emotionales Befinden sprechen. Ihre Gedanken steuern na?mlich Ihre Gefu?hle. Dieser Zusammenhang zwischen Ihrem Denken und Fu?hlen hat große Bedeutung fu?r Ihr Problem. Sie lernen bestimmte negative Denkweisen und deren Einfluss auf Ihr seelisches Befinden kennen, wie etwa das Schwarz-weiß-Denken oder das Katastrophendenken.

Und Sie lernen, wie Sie durch Umdenken, Ihre Gefu?hle positiv beeinflussen ko?nnen. Wenn es notwendig ist, lernen Sie in der Therapie auch, den Umgang mit Problemen in Beruf und Familie zu verbessern.

Und vielleicht wir Ihr Therapeut Ihnen neben der Einzeltherapie auch eine Gruppentherapie vorschlagen, indem Sie Ihr neues Denken und Verhalten auch in der Gruppe trainieren ko?nnen. Ihre Therapie ist ein langsamer Prozess, der sich u?ber Wochen und Monate hinweg erstrecken wird!

Am Ende dieses Wegs werden Sie in den Spiegel schauen, sich annehmen oder Ihnen wird vielleicht sogar gefallen, was Sie sehen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg und es mag sein, dass Sie gegenu?ber einer Therapie viele Vorurteile haben, die Sie erst gar nicht eine Therapie beginnen lassen. Schauen Sie sich die Denkansto?ße fu?r Betroffene an.

Argumente gegen eine Therapie

Vielleicht haben Sie schon über eine Therapie nachgedacht, haben den Gedanken aber wieder verworfen, weil Ihnen eine Menge Gründe einfielen, warum das nichts bringe.

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