Angst & Panik Beratung für Betroffene und Angehörige

Die Angst, hässlich zu sein - Symptome

Wie macht sich die Angst, hässlich zu sein, im Denken, Fühlen und Verhalten der Betroffenen bemerkbar und wie wirkt sich diese Angst auf das Verhalten gegenüber Mitmenschen aus?

Ratgeber Angst hässlich zu sein für Betroffene

Ratgeber Angst hässlich zu sein

130 DIN A4 Seiten im PDF Format, Preis: EURO 14,80

Informationen zum Ratgeber

© Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe

Die Angst, hässlich zu sein (Dysmorphophobie), äußert sich im Denken, Fühlen, Körper und im Verhalten.

Weitere Videobeiträge zur Angst hässlich zu sein

Angst hässlich zu sein - Einführung

Wie entsteht die Angst, hässlich zu sein?

Behandlung der Angst, hässlich zu sein

Denkanstöße für Betroffene

Informationen für Angehörige

Psychotest Angst hässlich zu sein

Wenn Sie wissen möchten, wie stark Ihre Angst, hässlich zu sein, ist, dann machen Sie den Dysmorphophobie Test

Gedanken

Die Gedanken kreisen unentwegt um unser Äußeres, was wir daran ändern könnten, um perfekt auszusehen, wie wir auf andere wirken und wie diese auf uns reagieren könnten.

Über uns selbst denken wir:

Ich bin hässlich, ich sehe total Scheiße aus.
Ich kann machen, was ich will, ich bin und bleibe hässlich.
Wer will mit so was wie mir zusammen sein?
Kann ich auch einmal etwas richtig machen?
Ich bin nicht von Bedeutung. Ich würde auch gerne etwas Schönes oder Besonderes können oder sein. Ich muss immer im Hintergrund dahindümpeln und dankbar für jedes bisschen Aufmerksamkeit sein.
Ich muss perfekt sein, sonst bin ich es nicht wert, geliebt zu werden. Wenn ich nicht perfekt aussehe, dann liebt mich mein Partner nicht mehr.
Ich bin zu nichts zu gebrauchen. Es gibt Nichts, was ich gut kann. Ich bin eine ekelhafte und widerliche Gesichtsbaracke.
Ich bin ein Alptraum, ein wandelndes Brechmittel!

Eine Betroffene sagt:

Ich hasse mein Aussehen. Mein Partner sagt, dass ich ihm gut gefalle. Doch ich kann ihm dies nicht glauben. Ich stehe stundenlang vor dem Spiegel und richte mich, bevor ich mich traue, mit ihm auszugehen.

Es gibt oft Streit, weil ich immer wieder von ihm hören will, dass er mich liebt und nicht verlassen wird. Er droht mit Trennung, wenn ich mich nicht verändere.

Im Beisein anderer gehen uns Gedanken durch den Kopf wie:

Gefühle

Depressionen, Selbstunsicherheit, Minderwertigkeitsgefühle, Angst vor Ablehnung, Angst, etwas falsch zu machen, verlassen zu werden, jemanden zu enttäuschen, Angst auf andere Leute zuzugehen oder mit diesen zu sprechen.

Wir haben Angst vor körperlicher Nähe und Sexualität, verspüren Wut und Hass auf uns und andere,

Körperliche Symptome und Verhalten

Wir sind angespannt, verkrampft und nervös, insbesondere wenn wir mit anderen zusammen sind.

Wir betrachten und kontrollieren uns stundenlang im Spiegel oder können keine Spiegel ertragen und verhängen diese

Wir unterziehen uns Schönheitsoperationen oder geben viel Geld für Schönheitsprodukte aus, um unsere vermeintliche Hässlichkeit zu kaschieren und möglichst gepflegt auszusehen, nach dem Motto: wenn du schon hässlich bist, dann musst du wenigstens gepflegt aussehen.

Wir verbringen mehrere Stunden am Tag damit, an unserem Aussehen zu feilen, um perfekt auszusehen und perfekt gepflegt zu sein oder aber wir kleiden uns als graue Maus, um keine Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen.

Wir machen vielleicht Diäten und trainieren exzessiv im Fitnessstudio.

Wir bekommen vielleicht Suchtprobleme, etwa eine Kaufsucht oder Medikamentenabhängigkeit und entwickeln ein gestörtes Essverhalten wie Binge-Eating, Bulimie und Magersucht.

Wir vermeiden Aktivitäten, in denen wir im Mittelpunkt stehen.

Wir ziehen uns von anderen gänzlich zurück, entwickeln eine Sozialphobie.

Wir können keine Komplimente annehmen.

Wir sind Dauergäste bei Dermatologen, HNO- und Zahnärzten und Kosmetikern und wenn wir es uns leisten können, auch bei Schönheitschirurgen.

Wir entwickeln Zwänge, etwa Zwangshandlungen wie ein ständiger Blick in den Spiegel, Waschen, Kontrolle der Frisur und des Äußeren.

Wir sind anderen gegenüber aggressiv. Wir sind uns selbst gegenüber aggressiv, indem wir uns selbst verletzen.

Wir trinken viel Alkohol, um lockerer zu werden und mit anderen zusammensein zu können.

Wir haben einen bösartigen und verletzenden Humor oder bemühen uns besonders nett und lieb zu sein, um Ablehnung zu vermeiden.

Wir entwickeln eine feindselige Haltung gegenüber Männern oder Frauen.

Wir vergleichen uns ständig mit anderen, nur um festzustellen, dass diese attraktiver sind als wir.

Wir fragen andere immer wieder, wie sie uns finden, und hoffen, dass diese uns sagen, wir seien doch nicht so entstellt, wie wir uns empfinden.

Soziale Folgen der Dysmorphophobie

Fast alle Menschen, die unter der Einbildung, hässlich zu sein, leiden, ziehen sich vom sozialen Leben mehr oder weniger zurück. Sie werden depressiv oder entwickeln eine soziale Phobie.

In extremen Fällen verlassen sie über Monate, ja selbst Jahre hinweg, ihre Wohnung nicht mehr - allenfalls nachts, wenn die Straßen leer sind oder wenn es absolut unausweichlich ist.

Alles, was sie zum Leben brauchen, besorgen sie sich übers Internet oder das Telefon.

Schüler gehen nicht mehr regelmäßig in die Schule, unternehmen nichts mehr mit Gleichaltrigen, die Kontakte zu Mitschülern beschränken sich auf das Handy.

Die meisten gehen nirgendwohin, wo viele Menschen sind, d.h. Discos, Schwimmbäder, Partys, Familienfeiern werden gemieden.

Diejenigen, die noch rausgehen, können nicht auf andere zugehen und Kontakt aufnehmen. Sie sprechen niemanden an und hoffen, auch nicht angesprochen zu werden.


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